Ziele der Gewaltfreien Kommunikation (GFK)

Die GFK hat folgende Ziele:

  • Verbindung zu sich, seinen Gefühlen und Bedürfnissen und die Verbindung zu anderen, deren Gefühlen und Bedürfnissen, herzustellen
  • Für seine Bedürfnisse einstehen zu können, ohne dies auf Kosten anderer zu tun, auch in Konfliktsituationen
  • den Handlungsspielraum zu erweitern, insbesondere in Konfliktsituationen
  • sich selbst und anderen das Leben zu verschönern

Haltung und Grundsätze der GFK

Der GFK liegt eine bestimmte Haltung zugrunde. Diese beruht auf verschiedenen Annahmen. Einige Annahmen sind solche, die nicht überprüft werden können. Man kann sich dafür entscheiden, von diesen Annahmen auszugehen oder nicht. Andere Annahmen beruhen auf psychologischem Wissen.

  • Alle Menschen haben und kennen dieselben Bedürfnisse (z.B. Sicherheit, Orientierung, Nahrung, Erholung, Geborgenheit, Gemeinschaft, Wertschätzung).
  • Alles, was ein Mensch tut, tut er zur Erfüllung seiner Bedürfnisse. Dazu verwendet er Strategien, die zum Teil erfolgreich sind, zum Teil nicht.
  • Alle Menschen und ihre Bedürfnisse sind gleichwertig.
  • Menschen können lernen, die Erfüllung von Bedürfnissen aufzuschieben.
  • Menschen tragen gerne zum Wohlergehen anderer Menschen bei, wenn sie mit ihren eigenen Bedürfnissen gesehen und gehört werden.
  • Es gibt ein Denken, das Gewalt fördert und genussvoll macht: Das Denken in Kategorien von falsch und richtig, gut und böse sowie gut und falsch.
  • Gefühle zeigen an, ob Bedürfnisse erfüllt sind oder nicht.

Worum es in der GFK nicht geht

Wenn Menschen "Gewaltfreie Kommunikation" hören, weckt dies häufig sehr unterschiedliche Assoziationen, die manchmal auch unzutreffend sein können. Um Klarheit zu schaffen, weise ich hier darauf hin, worum es in der GFK nicht geht:

  • nett oder freundlich sein.
  • Konflikte verhindern.
  • negative Gefühle verhindern.
  • jedem seine Wünsche erfüllen.

GFK in 30 Minuten: Sendung des SWR 2