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Kann man sich mit Gewaltfreier Kommunikation verändern?

Hast du ein Seminar in Gewaltfreier Kommunikation besucht in der Absicht, dein Verhalten zu verändern? Vielleicht hast du die Umsetzung im Alltag bereits probiert und bist frustriert, weil deine Handlungen nicht das bewirken, was du dir erhoffst?

Ich stelle mir vor, dass du in Bezug auf Veränderungen deines Verhaltens schon mehr als einmal frustriert warst, weil du nach einer gewissen Zeit festgestellt hast, dass du nicht dran geblieben bist. Das geht den meisten Menschen so.



Um dein Verhalten zu verändern brauchst du erstens viel Zeit und zweitens strukturelle Hilfen. Was meine ich damit? Erstens: Passe deine Erwartungen deinen Möglichkeiten und deinen bisherigen Erfahrungen an. Zum Beispiel kannst du dir sagen: Ich habe noch viele Lebensjahre vor mir und ich möchte mich kontinuierlich in die von mir gewählte Richtung verändern. Jedes Jahr sollen mir bestimmte Dinge besser gelingen: Sei es der Umgang mit meinen Kindern, wenn sie nein sagen; sei es, meinem Vorgesetzten nein zu sagen; sei es, mich in Konfliktsituationen mit meiner Partnerin / meinem Partner anders zu verhalten.


Zweitens: Feiere Erfolge! Was du machen kannst, um zu sehen, was sich verändert hat: Du kannst zum Beispiel Erfolgserlebnisse im Zusammenhang mit deinem Veränderungswunsch auf einem Post-it festhalten und an deinen Bildschirm oder die Wand neben deinem Arbeitsplatz kleben.

Drittens brauchst du etwas, das dir von aussen hilft, das zu tun, was du verändern möchtest. Das kann zum Beispiel Folgendes sein:

  • Du legst ein Kärtchen mit Gefühlswörtern und Bedürfniswörtern neben deinem WC hin. Jedes Mal, wenn du zu Hause aufs Klo gehst, nimmst du dir eine Minute Zeit, um zu schauen, wie es dir geht und welche Bedürfnisse sich soeben erfüllt oder gerade nicht erfüllt haben.

  • Du vereinbarst mit einer Kollegin / einem Kollegen, jede Woche miteinander zu reden (z.B. am Telefon oder von Angesicht zu Angesicht) und ihr vereinbart, dass diejenige Person, die zuhört, nichts anderes tut, als a) zuzuhören und allenfalls b) nach Gefühlen und Bedürfnissen von dir zu fragen.

  • Falls du im Erwerbsleben Gespräche führst: Erstelle dir eine Vorlage für die Gespräche, auf der jeweils steht, worauf du achten möchtest (z.B. Ich kläre für mich bei den schwierigsten Themen die vier Schritte aus meiner Perspektive).

  • Du meldest dich für eine Weiterbildung an.

  • Du liest ein Buch, hörst einen Podcast, schaust ein Video zum Thema .

Die letzten zwei Punkte sind Aktivitäten, die per se noch keine Verhaltensveränderung bewirken, die dich aber vielleicht immer wieder motivieren, am Thema dranzubleiben. Und schliesslich: Schaue zwischendurch liebevoll auf dich und frage dich: Wo möchte ich hin (bezüglich Veränderung)? Was gelingt mir schon? Was fällt mir noch schwer? Wie geht es mir dabei, wenn ich das so sehe?


Falls du Unterstützung bei der Veränderung deines Verhaltens möchtest, kannst du mich gerne kontaktieren und wir können zusammen schauen, welches meiner Angebote für dich passen könnte.


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